Was war der „Auslöser“ für den „StrickStrand“ ?

Atelier StrickStrand hat 2015 begonnen: der Ursprung des Namens war ein Versprecher bei einem Strandspaziergang auf unserer Nordseeinsel, bei dem es zu regnen angefangen hatte: „schnell zurück zum Strickkorb“.

Da war die Idee geboren: wenn ich mal ein Strickgeschäft habe, braucht es einen Strandkorb und alles muss mit Meer und Strand zu tun haben …

In einer Phase tiefer Trauer entwickelte ich zu dieser Idee die große „Nautilus“: ein Kissen aus Strickfilz: „Atelier StrickStrand“ wurde am 1. Mai 2015 geöffnet.

Im Sommerurlaub darauf sammelte ich Schneckenhäuser und Muscheln, studierte deren Farben & Formen und strickte diese nach. Mehr und mehr verfeinerte ich meine mathematischen Strukturen & Verfahren. Eine dieser Mini-Schneckchen (die kleinste) fotografierte ich im Rahmen eines Foto-Textil-Wettbewerbs – und gewann einen Preis (das Foto darf ich nicht mehr veröffentlichen ) ! Ausgerechnnet mit meinem kleinsten Strickobjekt der Kollektion: da dachte ich, das war ein Zeichen meine erste Anleitung zu veröffentlichen und anderen auch so eine Freude an einem Foto-Textil-Wettbewerb zu gönnen: „schnecke INTERNATIONAL“ war geboren:

Wettbewerbs-Aufgabe war

ein Foto mit solch einer Schnecke zu fotografieren, das möglichst kurios, interessant, mit Tier, in schöner Landschaft, oder – besonders spannend – möglichst weit entfernt aufgenommern sein sollte vom Ort des Designs – von 76337 Waldbronn. Man durfte mit Hilfe des „Schneckepäckle“ selbst stricken, eine fertig gestrickte „Schnecke im Sack“ selbst filzen, oder ein komplett fertiges Schneckle kaufen.

Noch kannte keiner das Atelier !

Es gab schon eine Webseite: diese hatte mir mein Neffe nach einem Schulprojekt zusammen mit einem Kumpel eingerichtet hatte. Von ihm stammt auch mein schönes Logo, das ich immer noch gerne verwende.

Es war eine reine Info-Seite über meine Designs, ohne Shop. Ich hatte bereits „Naturwolle Michels“ und pflanzengefärbte Fuchswolle der Genossenschaft „Das goldene Vlies“ im Angebot, da im üblichen Farbbereich der konventionellen Filzwolle natürliche Grüntöne, selbst bei Einkauf bei allen nur findbaren Herstellen im Web, nicht zu finden waren und meine Taschen-Skulpturen, die ich damals fertigte, oftmals Natur & Blumen als Sujet hatten.

Meinen Preis bekam ich auf der Händlermesse „h & h“ in Köln überreicht. Dort bin ich nun jedes Jahr zu Gast, so sehr hat mich diese Messe begeistert: dort habe ich die schöne Wolle von malabrigo gefunden: die Sorte „Worsted“ und „Versucherle“ von anderen Sorten der Firma habe  ich direkt nach der Messe bestellt. Oh Wunder – „Worsted“ habe ich entgegen der Angaben heiß gewaschen und das schönste Strickfilz erhalten – und natürlich mit meinen Schneckle ausprobiert 😊.

Wer auf meine Seite zugriff, kannte mich von Kunsthandwerkermärkten der Region oder der „Nadelwelt“: dort leistete ich mir einen Stand und machte Werbung für den Wettbewerb: die Teilnehmer waren deshalb aus dem Großraum Karlsruhe (und Schweiz). Nicht alle waren mit meiner ersten Anleitung glücklich – „mea culpa“  – es war die erste und deshalb weit entfernt in der Qualität von den heutigen: Druckkosten waren sehr teuer (ich verdiente nichts, gab nur Geld in großen Mengen aus) und alles musste platzsparend formuliert sein. Und – nicht zu vergessen – es war eine Anleitung für eine 3-dimensionale Skulptur, die ist in entscheidenden Punkten ganz anders als eine für einen Pulli oder Socken. Mir war beim Verkauf nicht klar, dass nicht jeder die Herausforderung im Neuen sucht und genießt. Viele strickten sehr schöne und sehr kreative Schnecken – auch meine erste Anleitung führte also zum gewünschten Ergebnis.

Es war sooooooo schön, die Mails mit den Wettbewerbsbeiträgen zu öffnen!

Wo „meine“ Schneckchen alle waren:

Sinai, Neufundland, Fuerteventura, Dresden, Antarktis, Rio de Janero, Furtilla, Atacama-Wüste, Kanada, Schottland, Irland, viele waren wie Ihre erste Modelle an der Nord- & Ostseeküste uvm … dann noch die schönen kuriosen Fotos und Stilleben … einfach nur grandios !!!!

Dank der Weltreise einer Kundin reiste ein Schneckchen wirklich SEHR weit, bis zu den Osterinseln – das war nun wirklich die weiteste Entfernung: 14.350 km (exakter steht das in meinen alten Unterlagen, da hatte ich exakt alles von Punkt zu Punkt dokumentiert). Sie war auch an vielen anderen Eckchen und hat mir zahlreiche Fotos gesendet.

Bis heute gilt – bei jedem Schneckchen – jedem „SchneckePäckle“ das ich verkaufe, geht ein Euro als Spende ans Hospiz. Lange waren weder die Schneckle noch das Päckle erhältlich. Das ändert sich nun. Endlich bekommt Ihr beides im Webshop.

Warum gibts ausgerechnet jetzt wieder die „Schneckle“ ?

Ich kann kaum reisen, schon gar keine Langstreckenwanderungen mehr durch Mittelgebirge oder den europäischen Norden unternehmen. Da dachte ich – reise mal wieder, in dem Du die schönen Fotos der Teilnehmer wieder aus der Schublade nimmst und zur Geltung bringst – nun „war ich mal wieder“ an der Antarktis bei einem Pinguin im Eis, in der Atacamawüste, im Sinai, bei einem frechen Erdhörnchen auf Fuerteventura …

Vielleicht gibt es bald wieder einen Wettbewerb „schnecke INTERNATIONAL“ mit der schönen „Lana Cochlea“ ??? Spätestens 2028/29 ??? Mit weltweiter Werbung über Social Media ?

Je mehr Leute nachhaken, je mehr motiviert mich das ! So etwas ist viel Arbeit und auf meiner Seite mit unendlich viel Zeit & großen Kosten verbunden …

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